Tag 2 – hoch in den Norden

Sonntag, 17. Juni … 7.30 Uhr morgens. Es regnet. Wir haben den Tag also mit einem schnellen Frühstück begonnen und sind dann zeitnah in Richtung Ryd gestartet, um den Autofriedhof zu (be) suchen. Die knapp 120 km, hauptsächlich im Regen, nutzten wir für ein weiteres Frühstück im Auto und waren dann auch recht früh vor Ort. Von den anderen Teammitgliedern keine Spur, unser Plan ging also auf. Bäääm, Profis!

Auf der Straße konnten wir eine Familie abfangen und nach dem Weg fragen, leider kamen die selbst aus Stockholm und hatten von solch einer Anlage nie etwas gehört. Deshalb unser Tipp – unbedingt besuchen, lohnt sich … kann man ja mal behaupten. Also Ryd rauf, Ryd runter … kein Schild, kein Hinweis, die Aufgabe gestaltete sich schwieriger als erwartet. Nach einiger Zeit gaben wir auf und befragten Google nach weiteren Informationen und schon war der Fehler gefunden. Ryd liegt zwar nahe Jönköping, was ein weiteres Zwischenziel unserer Tour darstellte, war aber eben leider nicht das Ryd, welches wir hätten ansteuern sollen. Dies lag nämlich über 100 km südöstlich von uns, also mittlerweile in völlig entgegengesetzter Richtung. Aber wer uns kennt weiß ja, was interessieren uns Autos … nein, hat uns nicht geärgert. Ne, überhaupt nicht. War KEIN PROBLEM! 

Nachdem das die einzige Challenge des Tages war ging es dann auch zielstrebig hoch in den Norden, natürlich im Regen. Zwischen den großen Seen Vättern und Vänern durch hoch nach Örebrö. Unterwegs kamen wir an einem Reiterhof vorbei und nutzten die Gelegenheit für ein besonderes Motiv der Fotochallenge: lass Dein Fahrzeug von einem Pferd abschleppen. Der Herr des Hauses fand die Idee so lustig, dass er uns sein bestes Pferd im Stall zur Verfügung stellte, welches zur Begrüßung die Gelegenheit nutzte, den Fotografen gleich mal liebevoll in den Arm zu beißen. Einen Pferdekuss und ein Foto später ging es weiter bis nach Mora, ja klar, im Regen, wo wir uns mit zwei weiteren Teams aus Vaihingen/Enz und Leonberg verabredet hatten – tatsächlich, im Regen. Wir tanken übrigens mindestens einmal täglich trotz einem für unseren leistungsstarken Schweden beeindruckenden Verbrauch von gerade mal 9 Litern – trotz leidenschaftlichem Einsatz des Turbopfeifens. Gestern haben wir es sogar auf zwei Tankstellenbesuche an einem Tag gebracht.

In der beheizten Campingplatzküche konnte man sich bei einem RATSHERRN-Pils (Danke an den Sponsor) ein bisschen austauschen, gemeinsam kochen und dabei den selten schönen Regen vor dem Fenster beobachten. 

Heute noch ein kleiner Hinweis: Wer auf Instagram unterwegs ist, kann unserem von der Veranstaltungsleitung mit den Worten „euer Maskottchen, lasst euch etwas einfallen“ übergebenen Holzstücken folgen. Dieses haben wir liebevoll BSCHolzi getauft und ihm ein eigenes Profil samt eigenem Hashtag (#bscholzi) gewidmet und lassen es nun die Welt erkunden. Für Insider: Schade, dass wir das Fun and Fairplay-Schild nicht im Gepäck haben, wär auch mal wieder schön gewesen 🙂

Das Fazit des Tages: es kann äußerst er-regen bzw. einen sogar echt auf-regen, sich ohne Gottes Segen in Schweden im Regen zum Schlafen zu legen.

Unterwegs: 11 Stunden   Tagesstrecke: 623 km