Tag 6 – auf in Richtung Nordkap

Donnerstag, 21. Juni. Guten Morgen, Lofoten. Nach einer taghellen Nacht sind wir morgens gegen 7.15 Uhr tatsächlich ohne Kater aus der Kiste gekommen und waren schnell startklar. Gegen 8.00 Uhr rollte unser kleiner Konvoi los in Richtung Nordkap. Leider erwarteten uns auch an diesem Tag recht bescheidene Sichtverhältnisse und konstanter Regen, was die folgenden knapp 12 Stunden Fahrt nicht unbedingt spannender machte und die Aussicht auf die umliegenden knapp 50 bis 100 Meter beschränkte.

Wir folgten der E10 in Richtung Norden, erreichten am frühen Nachmittag Bjerkvik, wo wir dann auf die E6 zurückkehrten, der wir bereits weiter südlich in Norwegen gefolgt waren. Dank des durchgehenden Regenwetters beschlossen wir, auch das Vesper des Tages ins Auto zu verlegen und genossen dort Dosenwurst, saure Gurken und Brot.

Als wir gerade die Ortschaft Setermoen durchquerten, sahen wir im Augenwinkel ein paar Spieler auf einem Fußballfeld und beschlossen spontan, diese zwecks einer weiteren Fotochallenge anzusteuern. „Finde eine Fußballmannschaft und mache ein Foto, während ein Teammitglied ein Tor schießt“. Dominik und Sven, Team #210, folgte dieser Chance, Team #247 war bereits am Ort vorbei und fuhr weiter. Der „Sportplatz“ entpuppte sich schnell als Schulgelände, die „Mannschaft“ als Schüler im Sportunterricht, und auf dem Feld entdeckten wir außerdem ein Konkurrenzteam, welches sich den Umweg auf den Parkplatz gespart hatte und das Feld direkt von der Straße angesteuert hatte. Somit war der Lehrer aber bereits über unser Vorhaben informiert und sichtlich amüsiert – und stellte uns prompt einen Torwart, um unsere Torschußkünste unter Beweis stellen zu können. So waren auch diese Fotos im Kasten und es ging zurück auf die Piste.

Der Abend rückte näher und wir beschlossen, die Ortschaft Alta knapp 240 km vor dem Nordkap als Nachtlager anzusteuern. Team #247, Gerd und Helmut mit ihrem Schweizer Audi, waren rund 30 Minuten vor uns und kümmerten sich vor Ort um zwei kleine Viererhütten, in denen wir trocken nächtigen und auch gleich noch warm duschen konnten. Gleichzeitig trafen wir an der Tankstelle auf Team #145 im roten Passat, die ebenfalls auf der Suche nach einer Bleibe waren. Nils und Ralf schlossen sich uns kurzerhand an und belegten unsere zwei noch freien Betten. Die anschließende, heiße Dusche wurde ausgiebig genossen, dann gemeinsam gegrillt und danach im richtigen Bett mit echtem Dach überm Kopf tief und fest einiges an Schlaf nachgeholt.

Unterwegs: 11,5 Stunden   Tagesstrecke: 720 km