Tag 8 – Wasser, Wälder, Mücken

Samstag, 23. Juni – nach einer entspannten Nacht in unserer kleinen Hütte am See und einem kurzen Frühstück starteten wir gegen 9.30 Uhr den nächsten Abschnitt unserer Reise.

Von Inari am Inarijärvi-See wollten wir zunächst über die E75 Richtung Süden nach Rovaniemi, der Hauptstadt von Lappland und „offiziellen Heimat“ des Weihnachtsmannes. Dort angekommen besichtigten wir ausgiebig das Weihnachtsdorf, tanzten einmal mehr auf dem Polarkreis und auch unser Maskottchen „BSCHolzi“ fand schnell neue Freunde. Wer noch nicht folgt, schaut mal bei Instagram unter dem Hashtag #bscholzi.

Anschließend folgten wir der Route weiter bis an die Ostsee bei Oulu, wo einige Autobahnen umfahren werden mussten, um bei der Wertung keine Punkte zu verlieren. Dabei mußten wir feststellen, dass Finnland besonders von zwei Dingen geprägt ist: Wälder und Seen. Immer und überall. Wälder und Seen. Eigentlich den ganzen Tag … Wälder und Seen. Spannend wiederum waren die überbreiten Autobahnabschnitte, die bei Bedarf auch spontan zur Start- bzw. Landebahn umfunktioniert werden können.

Das anfangs schlechte Wetter wurde zunehmend besser und wir stellten uns mal wieder auf „wild camping“ ein, und fanden nach einiger Suche, bzw. nachdem wir einen Golfplatz für nicht tauglich eingestuft hatten, sogar eine gemütliche kleine Sandbucht. Kaum das Fahrzeug richtig abgestellt, Tisch und Stühle aufgebaut und den ersten Kaffee gekocht mussten wir dann allerdings feststellen, dass der von der Ostsee hinein wehende Wind nicht ansatzweise mit den angeblichen 13 Grad zu vergleichen war – und wir nicht die einzigen waren, die von der einladenden Optik der Bucht begeistert waren. 163 Mückenstiche später beschlossen wir spontan, doch noch in die Stadt zu fahren und bei einem Bier tatsächlich das Fußballspiel Schweden-Deutschland zu verfolgen, weil wir sonst wohl gegen 20.00 Uhr im Bett gelegen wären.

Heikos Erfahrung mit internationalen Bars führte uns denn auch schnell in eine gemütliche Stadtkneipe, in welcher wir dann das Fußballspiel schauen und für die Nationalelf bis zum knapp erkämpften Sieg fiebern konnten … leider, ja leider wurde das Spiel aber ohne Ton übertragen, weil in der Bar hauptsächlich von mäßig nüchternen Besuchern finnische, stark ans russische erinnernde Karaokehits ruiniert wurden. Wer sich also über den Moderator des Spiels in der Heimat geärgert hat … wir können euch vergewissern, es geht wirklich schlimmer!

Um den Weg zurück zu vermeiden, fuhren wir dann die geplante Strecke noch ein Stück weiter, hinaus aus Ouhu, um dann auf dem Parkplatz eines Badesees ein paar Stunden zu nächtigen.

Unterwegs: 8,75 Stunden + Karaoke-Fußballbier   Tagesstrecke: 570 km